Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.
Heute ist der Tag der Organspende.
Nach wie vor sterben in Deutschland täglich Menschen, weil es nicht genug lebensrettende Organspenden gibt. Deshalb möchte ich den heutigen Tag erneut zum Anlass nehmen, um auf die vielen Schicksale aufmerksam zu machen und für die Bereitschaft zur Organspende zu werben.
Jeder von uns kann ein Lebensretter sein! Diejenigen, die auf ein Spender-Organ warten, haben keine Zeit. Ihnen muss schnell geholfen werden. Bitte beschäftigt Euch mit dem Thema und wenn Ihr Euch vorstellen könnt, im Falle eines Falles Eure Organe zu spenden, um andere Menschen zu retten, dann beantragt einen Organspendeausweis.
Auf www.organspende-info.de informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ausführlich – schaut doch mal rein!
Rheinland-pfälzische Unternehmen und Universitäten sind auch bei der Forschung und Impfstoffentwicklung hinsichtlich des Coronavirus weltweit vertreten. Um die Forschungsprojekte noch schneller und zielführender anzugehen und zu verwertbaren Ergebnissen zu führen, brauchen sie in der momentanen Lage eine unbürokratische und zeitnahe finanzielle Unterstützung.
Unser Vorschlag: Ein Sonderforschungsfond „Corona-Pandemie“ mit einem Finanzvolumen von 20 Millionen Euro, um die Unternehmen, die Institutionen und die Universitäten in Rheinland-Pfalz bei diesem Prozess zu unterstützen. Es geht dabei vor allem um die Gebiete Impfstoffforschung und -entwicklung, Monitoringsysteme der Bevölkerung (Antikörpertestungen, TracingApps), sowie Medikamentenforschung im Bereich coronaspezifischer Virostatika. Und es geht dabei darum, die aktuelle Corona-Pandemie JETZT zielführender zu bekämpfen, besser zu überwachen, schneller zu beenden.
Auch unter dem Aspekt der Standortsicherung dieses Forschungsbereiches halten wir einen solchen Fonds für absolut zielführend. Wir möchten, dass Rheinland-Pfalz hier an der Spitze von Wissenschaft und Forschung agieren kann!
Die aktuelle Lage trifft leider auch unseren Einzelhandel in Zweibrücken stark. Um dem entgegen zu wirken und gleichzeitig Menschen mit Mobilitätseinschränkung zu helfen, wurde die Initiative „Zweibrücken bringt´s“ ins Leben gerufen.
 
Dort finden Sie eine Liste von lokalen Unternehmen, die einen Heim-/Abhol-/Lieferservice anbieten. Nutzen Sie bitte diese Angebote und bleiben Sie bitte zu Hause! #StayHome
Gemeinsam schaffen wir es durch die Krise!
Hier geht es zur Liste der teilnehmenden Unternehmen:
Nach wie vor ist das Thema Corona in aller Munde. Da mich immer noch viele Fragen erreichen, habe ich Euch die wichtigsten Fragen und Antworten noch einmal zusammengefasst:
 
Warum gibt es aktuell diese ganzen Isolationsmaßnahmen und Veranstaltungsabsagen?
Das Schaubild oben zeigt die Antwort. Wir möchten den Ausbruch der Erkrankung deutlich verzögern und verlangsamen. Eine abgeflachte Kurve an Neuerkrankungen ist besser kontrollierbar durch unser Gesundheitssystem. Wir haben im Gegensatz zu anderen Ländern unseren Corona-Ausbruch sehr früh bemerkt und haben daher momentan eine sehr gute Ausgangsposition in der Bekämpfung der Infektion. Diese möchten wir nicht verlieren. Wir agieren deshalb momentan maximal präventiv, also vorbeugend.
 
Ist das nicht übertrieben?
Nun, vor wenigen Wochen hat man uns noch vorgeworfen, wir würden nicht konsequent genug Maximalmaßnahmen durchsetzen, beispielsweise die Abriegelung ganzer Regionen. Jetzt werden die Maßnahmen als zu gravierend und einschränkend empfunden. Ich beurteile unsere bisher gewählten und empfohlenen Maßnahmen der letzten Wochen als jeweils passend und der Gefährdungslage angemessen.
 
Warum gibt es plötzlich diese harten Einschränkungen im öffentlichen Leben? Ist das Virus gefährlicher geworden? Wissen wir etwas nicht?
Nein, wir haben keinen Hinweis auf Mutationen des Coronavirus, die dieses gefährlicher machen. Wir haben allerdings neue Erkenntnisse bzgl. seines wahrscheinlichen Ausbreitungsverhaltens. Seit ca. einer Woche müssen wir annehmen, dass aufgrund von neuen Daten einer hoch renommierten Forschergruppe von der Harvard University sich das Virus im Sommer konstant weiter ausbreiten wird. Bisher lautete das Ziel, die wärmere Jahreszeit zu erreichen, um das Virus zu bremsen, Zeit zu gewinnen und die Seuche verlangsamt ablaufen zu lassen. Dieses Ziel müssen wir aufgeben. Dadurch besteht ein höheres Risiko, dass das Virus zu viele Menschen in zu kurzer Zeit befällt. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied zu den Grippeviren, welche im Sommer fast komplett verschwinden. Diese Entwicklung ist der Grund für die härteren Einschränkungen im öffentlichen Leben.
 
Welche Menschen sind am meisten gefährdet?
Besonders gefährdet sind ältere und chronisch kranke Menschen. Wir wissen aus neuen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, dass Menschen unter 50 Jahren nur ein sehr kleines Risiko haben, eine schwere Verlaufsform der Erkrankung zu bekommen und an dieser zu versterben (ca. 0,2-0,4 %). Zwischen 50-70 Jahren steigt das Risiko etwas an (ca. 1-3 %). Ab 80 Jahren liegt die Mortalität der Erkrankung nach jetzigen Daten bei ca. 20%. Hieraus folgt, dass wir die sehr alten Personen in Heimen, Krankenhäusern und in den Familien mit aller Kraft schützen müssen. Der Schutz der vulnerablen, also verwundbaren Personengruppen vor Infektionen ist jetzt unsere Hauptaufgabe. Um es zu verdeutlichen: Bei dieser Infektion ist der 8-Jährige Enkel für den Opa das größere Risiko, als der Opa für den Enkel. Dieser Umstand sollte auch bei Veranstaltungsabsagen abseits der 1000 Personen-Regel bedacht werden. Einen Seniorennachmittag mit 150 Teilnehmern würde ich aktuell persönlich absagen, ein Fußballspiel der Regionalliga mit 2000 Fans im offenen Stadion würde ich durchführen (in Abhängigkeit der Lage in der unmittelbaren Region). Unsere regionale Entscheidungskompetenz lässt uns diese Spielräume.
 
Welche Situation müssen wir unbedingt vermeiden?
Vermeiden müssen wir eine Situation, in der viele Menschen zur gleichen Zeit erkranken. Dann könnte die Anzahl der Personen, die eine intensivmedizinische Betreuung benötigen, zu groß werden. Überall dort, wo das Gesundheitssystem überlastet ist, überall dort, wo man nicht mehr in der Lage ist, die Schwerkranken intensivmedizinisch durch die Krankheit zu begleiten, steigen die Sterbezahlen deutlich an. Auch Italien befindet sich- zumindest in einigen Regionen- in dieser Überlastungssituation.
 
In meinem Bekanntenkreis sind einige Leute hysterisch und andere völlig gleichgültig. Wie soll ich mich verhalten?
Definitiv falsch ist eine hysterische, übersteigerte Reaktionsweise. Hamsterkäufe sind unangebracht, Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung zu Hause zu horten ist unangebracht. Man muss ganz offen sagen: Hysterische Bevölkerungsgruppen sind für die Funktionalität eines Gesundheitssystems in Belastungssituationen eine größere Gefahr, als die Gruppe der erkrankten Personen. Dass beispielsweise im Katholischen Krankenhaus in Zweibrücken öffentlich zugängliche Desinfektionsmittel geklaut werden, ist vollkommen irrational – und außerdem auch höchstgradig unsozial.
Definitiv falsch ist auch die Haltung: „Mir ist alles egal und ich lasse mich durch dieses aufgebauschte Medienphänomen nicht im Geringsten in meinen alltäglichen Verhaltensweisen beeinflussen.“
Dieses Verhalten ist eine unangebrachte Verharmlosung der Coronavirus-Infektion.
Angebracht ist, sich sachbezogen zu informieren und sich an die kommunizierten Verhaltenstipps zu halten. Diese sind über mehrere Instanzen geprüft. Sie sind das Ergebnis eines umfassenden Abwägungsprozesses und stellen einen Mittelweg dar zwischen medizinischen und gesamtgesellschaftlichen Abwägungen.
 
Können wir das Coronavirus aufhalten und besiegen?
Aufhalten ja, eliminieren nein. Es sind einige Medikamente in der Entwicklung, die den Krankheitsverlauf zukünftig weiter abschwächen können. Auch Impfungen können in der Zukunft ein probates Mittel sein, das Virus zu bekämpfen. Die kommenden Wochen und Monate sind entscheidend, dann wird das Coronavirus nur eine weitere Infektionskrankheit sein, mit der wir Ärzte immer wieder konfrontiert werden.
 
FAZIT ZUM HEUTIGEN TAG:
 
Der Corona-Ausbruch wurde in Deutschland früh erkannt, die bisherigen Maßnahmen waren der Gefährdungslage angemessen, das Krisenmanagement funktioniert. Nicht alles läuft reibungslos, aber vieles gut.
Da ich festgestellt habe, dass ein erhebliches Informationsbedürfnis besteht, könnt Ihr gerne noch weitere Fragen an mich schicken oder hier in die Kommentare schreiben. Ich werde versuchen sie soweit wie möglich zu beantworten.

Zunächst möchten wir den Vorwurf zurückweisen, unsere Fragen seien zu einseitig auf die Verantwortlichen der Gegendemonstration ausgerichtet. Der Fragenkatalog der CDU hatte das Ziel, sich ein umfassendes Bild über die Lage zu machen. Da von Seiten der Gegendemonstration schwere Vorwürfe gegen Ordnungsamt und Stadtverwaltung erhoben wurden, lag selbstverständlich der Schwerpunkt unseres Aufklärungsbedürfnisses auf diesem Aspekt.

Wir begrüßen die ausführliche und ausgewogene Stellungnahme der Stadt Zweibrücken zu den Vorkommnissen am 14.03.2018 sowie die ausführliche und detaillierte Beantwortung der gestellten Fragen. Wir halten es für sinnvoll, dass die Informationen allen Bürgern auf der Webseite der Stadt zugänglich gemacht wurden. Die Stadtverwaltung zeigt damit, dass ihr die umfassende Information der Bürger am Herzen liegt.

Wir begrüßen auch, dass die Stadt selbstkritisch getroffene Entscheidungen in Frage stellt und anerkennt, dass man die Demonstration - wohl im Bestreben eine Gefahrensituation zu verhindern - unter Berücksichtigung des hohen Rechtsgutes der Versammlungsfreiheit zu früh aufgelöst hat. Ob solche im Nachgang zu kritisierende Entscheidungen in den nächsten Jahren vollständig zu vermeiden sind, wird sich noch zeigen, da zwischen falsch und richtig oftmals nur wenige Augenblicke liegen.

Wir wünschen uns, dass alle Beteiligten der jüngsten Debatte über eine ähnliche Fähigkeit zur Selbstkritik bzw. zum Eingeständnis von Fehlern verfügen.

Auch die Veranstalter der Gegendemonstration müssen sich auf den Prüfstand stellen lassen, denn es hat sich gezeigt, dass nicht ausschließlich unbescholtene Bürger demonstriert haben. Vielmehr ist es dem Veranstalter nicht gelungen, die Gegendemonstration von linksradikalen Störern abzugrenzen. Diesem ist daher ein vollständiges Versagen hinsichtlich der Organisation vorzuwerfen.

Wie sonst ist es zu erklären,

- dass ein Großteil der Teilnehmer der Gegendemonstration laut Ordnungsamt zu Beginn der Veranstaltung gegen das Vermummungsverbot verstoßen haben,

- dass ein Großteil der Teilnehmer der Gegendemonstration bei Beendigung der Veranstaltung gar nicht mehr vor Ort war,

- dass der Veranstalter nicht in der Lage war, 10 Ordner zu stellen, die rechtsstaatlichen Kriterien genügen; so wurde einer der vorgeschlagenen Ordner aufgrund eines umfangreichen Vorstrafenregisters von den Sicherheitsbehörden abgelehnt,

- dass der Veranstalter in der entscheidenden Phase vor der Auflösung der Gegendemonstration keiner der Handlungsaufforderungen der Sicherheitsbehörden nachgekommen ist,

- dass mit der „Solidarischen Rose“ eine Gruppierung die Gegendemonstration beherrschte, die gegen das Vermummungsverbot verstößt, die verfassungsfeindliche Seiten verlinkt (Linksunten.indymedia), deren Veröffentlichungen in der sprachlichen Fassung von Staatsfeinden gehalten sind, die sich auf die von einigen Bundesländern als verfassungsfeindlich klassifizierte „Rote Hilfe“ bezieht und die im Bewusstsein all dessen vollständig anonym agiert.

Unabhängig von der aktuellen Debatte über die Gegendemonstration möchten wir als CDU Zweibrücken betonen, dass Fremdenfeindlichkeit, Hass, Hetze und radikale Parolen in der Stadt Zweibrücken keinen Platz haben und dass wir die Demonstration „Die Toten mahnen uns zur Tat, Zweibrücken, 14.03.1945, Kein Vergeben kein Vergessen.“ aufs Schärfste verurteilen.

Obgleich wir es kritisch sehen, jeden Aufmarsch rechtsradikaler Agitatoren durch eine Gegendemonstration am selben Tag zu begleiten, da dies zusätzliche mediale Aufmerksamkeit für die Parolen und ihre zweifelhaften Urheber schafft, sind wir grundsätzlich bereit, eine von einem breiten Bündnis getragene Kundgebung zu unterstützen. Wir Christdemokraten werden aber nur teilnehmen, wenn der Veranstalter dafür sorgt, dass linksextreme Kräfte die Kundgebung nicht für ihre eigenen politischen Zwecke instrumentalisieren. Wenn dies gewährleistet ist, sind wir bereit, überparteilich ein klares Zeichen zu setzen und gemeinsam dafür einzustehen, dass jeglichen radikalen Kräften und deren Propaganda, die das gute Zusammenleben in Zweibrücken vergiften, eine deutliche Absage erteilt wird.

 

Im Namen der CDU-Fraktion Zweibrücken

 

 

Dr. med. Christoph Gensch

 

 

 

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